Erneut trafen sich Hausverwalter aus ganz Deutschland zum Kölner Verwalterforum im Maritim Hotel der Rheinmetropole. Der VDIV hatte spannende Themen aufgerufen für die am 12. und 13. März abgehaltene Veranstaltung. In praxisnahen Fachvorträgen ging es um aktuelle Entwicklungen im Wohnungseigentumsrecht, Einblicke in die Verwalterpraxis nach fünf Jahren WEMoG sowie strategische Herausforderungen für Immobilienverwalter in Zeiten von Digitalisierung und KI.
Sylvia Pruß, Präsidentin des VDIV Deutschland, richtete den Blick nach Berlin und beleuchtete das politische Hin und Her bei der Reform des Gebäudeenergiegesetzes (GEG). Die Regierungskoalition aus CDU und SPD kündigte mit ihrem Amtsantritt im Frühjahr 2025 an, das Gesetz abschaffen zu wollen. In der Realität habe sich nun gezeigt, dass niemand das Gesetz in seinem Kern berühren werde. Klimaneutralität im Gebäudebestand bleibt das Ziel, die EU-Gebäuderichtlinie (EPBD) setzt den engen Rahmen.
Hausverwaltungen und Wohnungseigentümergemeinschaften bleiben irritiert zurück, so Pruß. Nach der Überarbeitung des GEG wird nun eine Technologieoffenheit bei der 65-Prozent-Regel versprochen, jedoch gleichzeitig an Voraussetzungen geknüpft, die absehbar nicht rechtzeitig existieren werden. Stichworte: Wasserstoffnetze und Fernwärmeplanungen ohne Anschlussklarheit. Der Immobilienbranche fehlt die Planungsgrundlage, Investitionsentscheidungen im Millionenbereich sollen auf der Basis vager Ankündigungen getroffen werden.
Ein weiteres zentrales Thema in Köln war die von der Regierung geplante Abschaffung der Weiterbildungspflicht für Immobilienverwalter. In einer ersten Lesung im Bundestag traf der diskutierte Gesetzentwurf rundweg auf Ablehnung. Auch der VDIV hatte sich bereits klar gegen die Abschaffung der Weiterbildungspflicht positioniert und sieht sich da in seltener Einigkeit mit der Verbraucherschutzzentrale Deutschland, dem Deutschen Mieterbund und wohnen im eigentum, dem Verbraucherschutzverband für Haus- und Wohnungseigentümer.
Das haussoft-Team konnte wieder zahlreich Interessierte und Kunden an seinem Messestand begrüßen. Besonders waren die Besucher an folgenden Themen interessiert, die in informativen Gesprächen rege diskutiert wurden:
- Weiterentwicklung von immo4u und die Vorgangsverwaltung in haussoft
- Anbindung von Messdienstleistern über den neuen Standard ARGE 3.10
- zukünftige KI-Unterstützung in der Verwaltung und deren mögliche Anbindung an haussoft
- Erstellung und Verarbeitung von E-Rechnungen in haussoft
